Russland - Markt oder Moloch?

Da ich die letzten 3 Wochen beruflich in Russland verbracht habe, konnte ich dort natürlich auch den Automobilmarkt sowie die Automobilszene ein wenig unter die Lupe nehmen. Zusammenfassend kann man sagen: ein interessanter Markt, sofern man die hiesigen Spielregeln kennt und beachtet.

Ein Blick in die Straßen einer durchschnittlichen russischen Stadt bietet einem folgendes (automobile) Bild: Die größte “Gruppe” an Autos bilden die inländischen Produktionen aus der Zeit vor Glasnost und Perestroika. Dicht gefolgt von ausländischen Fahrzeugen höheren Alters und entsprechender Laufleistung. Den Anteil an aktuellen Fahreugen schätze ich hingegen auf ca. 10%, dazu kommen noch mal max 1% an neu- und hochwertigen Produkten aus westlicher Produktion.

Im Gesprächen stellte sich heraus, dass derzeitig vor allem Fahrzeuge aus deutscher, aber auch amerikanischer und japanischer Produktion den besten Ruf genießen. Insofern würde das Projekt Pic a Ride mit einer hohen Wahrscheinlichkeit den Geschmack einer potentiellen russischen Zielgruppe treffen. Bei rund 100 Mio Einwohnern und einem erstaunlich hohen Anteil junger und jung gebliebener Internetnutzer erscheint es mir durchaus reiz- und sinnvoll, hier eine russische Version unseres Portals zu lauchnen.

Bei aller russischen Aufbruchseuphorie kommt uns hier ein typisches russisches Debakel zu Gute: es gibt ein hohes Interesse an Autos und entsprechender Information, aber zu wenig Wirtschaftskraft (sprich: Einkommen) um die Bedrürfnisse zu befriedigen. Daher ist eine kostenlose (oder auch preiswerte) Online-Plattform mit Photos von Autos aus aller Welt eine durchaus willkommene Alternative (Ersatz?) fürs eigene Auto.

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Eine Reaktion zu “Russland - Markt oder Moloch?”

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